03.03.2020

#4 - Die Aussteller

Dinge zwischen Still und Leben

„Bildliche Darstellung von Dingen, besonders Blumen, Früchten, erlegten Tieren und Gegenständen des alltäglichen Lebens, in künstlerischer Anordnung“, so sachlich definiert der Duden, was Kunstfreunde entzückt: Das Stillleben. Was man dann wo künstlerisch anordnen kann, auch dafür gibt es mannigfaltige Anregung in der Residenz Salzburg.

Kunsthandel Hieke

Der Kunsthandel Hieke feiert 2020 sein 40-jähriges Jubiläum: „Seit 1980 durften wir viele zu Unrecht in Vergessenheit geratene Künstler entdecken, die heute zu den Klassikern der österreichischen Malerei gehören“, freut man sich darüber. Eine dieser Wiederentdeckungen ist Helene Funke, deren „Stillleben mit Früchten, Krug und kleiner Skulptur“, Öl auf Leinwand, 60 x 73 cm, man in Salzburg sehen kann.

Kunsthaus Kende, Christopher Kende

Schon als 14Jähriger interessierte sich Christopher Kende für Antiquitäten. Heute ist das Kunsthaus Kende in Tübingen mit Silberarbeiten aus drei Jahrhunderten eine feste Größe innerhalb des deutschen Kunsthandels. Das demonstriert man mit Objekten, die jedes Stillleben aufputzen, wie eine Große Schale, Edinburgh, 2018, Britannia Silber, mit dem Meisterzeichen von Yusuke Yamamoto oder ein Paar Tafelleuchter, London, 2013, Sterling Silber, von Meister Ane Christensen.

Dr. Tilman Roatzsch, Kunsthandel
Zwei Prachtstücke von Tischen aus dem Biedermeier präsentiert man bei Dr. Tilman Roatzsch, Kunsthandel zur Messepremiere. Der eine stammt aus Wien, um 1815, mit Rüsterwurzel auf Nadelholzkorpus furniert, intarsierten Adern aus Ahorn sowie dunkel gefärbtem Ahornholz. Der zweite Salontisch wurde um 1802 in Süddeutschland gefertigt, ist Kirschbaum auf Nadelholzkorpus furniert, und besitzt eine im Deckblatt eingelegte Kupferplatte mit polychromer Blumen- und figuraler Goldmalerei. Ob die beiden kunstvollen Möbel noch ein künstlerisches Arrangement auf ihren Tischplatten vertragen?

Kunsthandel Kolhammer
Der große Star für jedes Stillleben strahlt bei Kunsthandel Kolhammer mit einer 18,5 cm hohen Vase von Johann Loetz-Witwe, aus der Zeit um 1902. Sie zeigt das erfolgreiche Dekor Cytisus Neurot, ist aus Glas, mundgeblasen und trägt eine galvanoplastische Silberauflage auf Graphit. Ein „Frauenkopf“ von Gudrun Baudisch besitzt daneben genug Selbstvertrauen, um für sich alleine zu stehen. Um 1928 wurde er von der Wiener Werkstätte gefertigt, aus Keramik, ist farbig glasiert und 25 cm groß.

Lilly's Contemporary Art Exclusive Antiques

Ein prachtvoller Einzelgänger ist die Laterndluhr von Friedrich Schönberg, Wien, aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhundert, aus Mahagoni furniert und politiert, mit linearer Ahornintarsie. Das Zifferblatt ist aus Bronze guillochiert und feuervergoldet, mit versilberten Metallziffernringen. Selbstverständlich steht das 145 cm hohe Stück bei Lilly's Contemporary Art Exclusive Antiques nicht still!

Bagherpur, Knüpfwerke seit 1971

Seit über 40 Jahren steht der Name von Bagherpur mit Sitz in Aschaffenburg für Teppichkunst. Vom klassischen Orientteppich über Seidenteppiche und gewobene Kelims bis hin zu modernen Designerteppichen reicht das Angebot. In der Residenz Salzburg zeigt man Antikes, wie einen Teppich aus Teheran, Seide, Mitte 19. Jahrhundert, 120 x 180 cm groß, und von jener Qualität, wie man sie gerne auch in vielen Stillleben als wertvolle Unterlage sieht.